konsortium luft und tiefe

Theater unter freiem Himmel

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Das KONSORTIUM LUFT UND TIEFE ist ein überregionaler Verbund, aktiv seit 2011, bestehend aus: Schaustelle Halle, TheaterschaffT Leipzig, Künstlerhaus Thüringen Schloss Kannawurf. Das Konsortium besteht im Kernteam und in seinen vielfältigen Gästen aus Theaterschaffenden in den Bereichen Schauspiel, Musik, Dramaturgie, Bühnen- und Kostümbild, Regie und Choreografie. Darüber hinaus hat sich ein Freundeskreis gebildet, der das Konsortium ideell und tatkräftig unterstützt.

Anhand großer Themen und Stoffe richten wir das Genre Theater unter freiem Himmel inhaltlich neu aus, wie zum Beispiel im Jahr 2013 mit der Dramatisierung des Romans „Krieg und Frieden“, 2015 mit einer Stückentwicklung zum Neuen Testament unter dem Titel „Oh Gott!“, der 2019 entstandenen Stückentwicklung „Das Grundgesetz / Theater unter freiem Himmel in 19 Artikeln“, der 2021 präsentierten Stückentwicklung „Die Geschichte der Menschheit (leicht gekürzt)“, den Stückentwicklungen „Lafayette“ 2022, „Frauen, die auf Felsen singen“ 2023 oder 2025 mit einer Stückentwicklung über die Macht des Geschichtenerzählens mit dem Titel „Sei vorsichtig mit der Axt“.

Die Theaterstücke entstehen in einem dramaturgisch offenen Prozess durch intensive inhaltliche Mitarbeit aller Beteiligten. Die Hierarchien im Team sind flach. Die Spielerinnen und Spieler verstehen sich auch als Autorinnen und Autoren der Stücke. Aus dem Wunsch nach Sichtbarkeit der Spielerinnen- und Spielerpersönlichkeiten entwickeln wir eine offene Spielweise. In direktem Kontakt mit den Zuschauerinnen und Zuschauern werden Aspekte der gemeinsamen Gegenwart verhandelt. Gleichzeitig verwischen wir dabei, ästhetisch und inhaltlich herausfordernd, die Trennlinie zwischen Spieler und Figur. Die gemeinsame Lust an der Fiktion wird zu einem Ereignis zwischen einander sich zu erkennen gebenden Personen. 

Wir entwerfen unsere Bühnenbilder kontinuierlich aus vorangegangenen Erfahrungen und jeweils aktuellen Ideen. Wir legen in unserer Arbeit Wert auf Recycling vorhandener Bühnenfragmente, die wir in neue Bühnenbilder transformieren. Dabei haben wir eine eigenwillige Formensprache entwickelt, die sich für unser Publikum mittlerweile mit unserem Namen verbindet.

Die Ergebnisse sind vielgestaltige Theaterformen, die Epik und Spiel, Performance und Dramatik, Choreografie und Musik ineinander verschränken, ein bewusster Genre-Mix, der durch die konsequente Arbeit an der Gesamtform auf immer wieder neue, überraschende Weise ein Ganzes bildet. Durch personelle Kontinuität, erfrischt durch Gäste, konnte die ästhetisch-inhaltliche Arbeit seit 2011 so weit gedeihen.

Ein seit Jahren wachsendes Publikum, quer durch alle Altersgruppen und soziale Schichten verleiht unserer Arbeit jenen Sinn, den Theater verlieren würde, wenn es nicht wahrgenommen, diskutiert und geschätzt wird. 

Wir verfügen über ein regionales und überregionales Netzwerk aus Pressepartnern: Leipziger Volkszeitung, Thüringer Allgemeine, Mitteldeutsche Zeitung, Radio Lotte, Radio Corax, MDR Kultur, MDR artour, Deutschlandradio Kultur, Deutschlandfunk.

PRESSEAUSWAHL

„Die spielen wieder mit der Doppelbödigkeit, die zu einem Markenzeichen des Konsortiums geworden ist: Sie fallen mit überzeugendem Timing aus der Rolle, hinterfragen das eigene Tun oder kommentieren die Spielszenen.“ Dimo Rieß, Leipziger Volkszeitung (Sei vorsichtig mit der Axt 2025)

„Gelungene Mischung aus Gedankenexperiment und Sommertheater-Spaß“ Leipziger Volkszeitung (Frauen, die auf Felsen singen 2023)

„Die verbittert geführten Genderdebatten sind hier ganz weit weg, wenn auf der Bühne augenscheinlich und erkenntnisreich die angestammten Rollenmuster „Mann und Frau“ lustvoll dekonstruiert werden. Der historische Hintergrund des Stückes – das Ringen um Aufhebung von Sklaverei und Ständesystem – findet so eine aktuelle Fortführung mitten in die politischen Fragen unserer Zeit hinein. Theatralische Frischluft mit inhaltlicher Tiefe: diesem Anspruch hat sich der Zusammenschluss von professionellen Theaterschaffenden (…) verschrieben und ist ihm erneut gerecht geworden .“ Mitteldeutsche Zeitung (Lafayette 2022)

„Ein gedanklich kühn ausgreifender Theaterabend“ LVZ (Geschichte der Menschheit 2021)

„Politisches Unterhaltungstheater im besten Sinne.“ Deutschlandfunk Kultur (Das Grundgesetz 2019)

„Das ist große Schauspielkunst, die das Ensemble insgesamt auszeichnet.“ Mitteldeutsche Zeitung (Metamorphosen 2018)

„Den Handlungsverlauf stören die Sprünge zwischen den Spielebenen nicht. Das überzeugende Darsteller-Quartett findet stets ansatzlos den Weg zurück in die Rolle. Bis hin zum vierstimmigen Gesang, der umgehend die sakrale Aura jener gottesfürchtigen Epoche in den MB-Innenhof transportiert.“ Leipziger Volkszeitung (Hals über Kopf 2017)

„Körperlicher Humor wechselt mit dem absurden. Dabei ist die Inszenierung schnell. Die Tableaus zwischen St. Petersburger Salons, weit entfernten Gehöften und Schlachten wechseln in atemberaubenden Tempo, und jede Szene findet ihre eigene darstellerische Pointe.“ Leipziger Volkszeitung (Krieg und Frieden 2015)

Verein SCHAUSTELLE e.V.